Massnahmen gegen Mobbing - Hilfe für MitarbeiterInnen

 
 
Mobbing im öffentlichen Bereich
 
Foto einer Mobbing-Veranstaltung im Innenministerium - Link zum ausführlichen Artikel über Mobbing Veranstaltung des Innenministeriums über Mobbing: Leopold Dotter vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Mobbingexpertin Sabine Prewein informierten bei einer Veranstaltung am 16. Jänner 2007 im Innenministerium über das Thema 'Mobbing am Arbeitsplatz' und was man dagegen tun kann.

Dienstrechtsexperte Dr. Leopold Dotter wies darauf hin, dass in den meisten Fällen das Beamtendienstrechtsgesetz (BDG) ausreichen würde, um Konflikte am Arbeitsplatz zu bereinigen.

Foto von Sabine Prewein, MAS, Mobbingexpertin Sabine Prewein,MAS, erläuterte, welche Kriterien vorliegen müssen, damit es sich um einen Mobbing-Fall handelt. Die Expertin sprach sich für eigene Mobbing-Anlaufstellen in einem Unternehmen aus. Dort könne eine erste Beurteilung erfolgen, ob es sich bei einem Konflikt um Mobbing handelt und wie vorzugehen sei. Wichtig ist ihr, dass die Betroffenen eine Stelle haben, wo sie über ihre belastende Situation reden können.
 
 
ÖGB Vorarlberg gegen Mobbing
 
Manuela Auer, Landesgeschäftsführerin des ÖGB Vorarlberg, und Gerhard Pusnik, Mediator und Mobbingberater - Link zur Pressemeldung ÖGB Vorarlberg gegen Mobbing: Neues Serviceangebot zur Vermeidung und Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz. ÖGB Vorarlberg gegen Mobbing Gerhard Pusnik, Mobbingberater des ÖGB und ausgebildeter Mediator, betont die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen, nicht zuletzt, da eine Lösung des Konfliktes im Falle von Mobbing schwierig ist. "Wenn es erst einmal zu Mobbing kommt, ist es nicht leicht, eine befriedigende Lösung für die Betroffenen zu finden, da hier viele Emotionen im Spiel sind und es für konstruktives Handeln oftmals zu spät ist", so Pusnik.
 
 
Management-Modell gegen Mobbing
 
Link zum Bericht des ORF über das Anti-Mobbing-Management-Modell Oberösterreich Das Institut für Soziologie an der Linzer Johannes-Kepler-Universität hat im Rahmen einer ersten größeren Studie ein Management-Modell entwickelt, das gegen Mobbing wirken soll.

Photo von Dr.Christoph Seydl Diese Studie wurde von Dr.Christoph Seydl erstellt. Er verschickte für seine Dissertation 'Mobbing im Spannungsverhältnis sozialer Normen. Eine dissonanztheoretische Betrachtung mit Untersuchung.' anonyme Fragebögen in 57 Unternehmen mit insgesamt 500 befragten MitarbeiterInnen in Schweden und Oberösterreich. 13,8% der Befragten in den öberösterreichischen Betrieben gaben an, im Betrieb schon einmal gemobbt worden zu sein.

5,3% gaben in Oberösterreich an, derzeit gemobbt zu werden. In Schweden liegt diese Zahl bei nur 2,9%. Laut Seydl ist dies dadurch bedingt, weil in schwedischen Unternehmen meist ein demokratischer Führungsstil gepflegt wird und es eine Gesetzgebung gegen Mobbing gibt.

Das Buch wird demnächst erscheinen, ich werde Sie informieren per Newsletter und auf dieser Seite.

(Aus der Zeitschrift 'Univationen' der JKU Nr.04 aus 2006, S.3)

[Artikel in der Zeitschrift der JKU Nr.04 aus 2006]  
 
Initiativen gegen Mobbing
 
Gegen Krieg am Arbeitsplatz
Steirische Landeshauptstadt erste Stadt mit Richtlinie gegen störendes Arbeitsklima
 
Logo der Stadt Graz - Link zur Information über Anti-Mobbing Anti-Mobbing in der Stadt Graz:
Photo von Elke Pölzl, eingetragene Mediatorin Man betritt das Büro. Plötzlich herrscht eisiges Schweigen, Augen werden gerollt und 'kollegiale' Feindseligkeit strömt einem entgegen.

Ein Szenario, das sich tagtäglich wiederholt? Dann ist es höchste Zeit, sich professionelle Hilfe geben zu lassen. Als erste Stadt Österreichs hat Graz eine Richtlinie zum Erhalt und zur Förderung eines positiven Arbeitsklimas erlassen.

Mit dabei: Die Mediatorin Elke Pölzl.
 
 
'Bossing' als Managementstrategie?
 
Foto von Dr.Klaus Niedl - Link zum Interview auf Youtube über Mobbing Interview auf Youtube über Mobbing und Bossing: 'Bossing' als Managementstrategie? 'Mobbing' als Sozialstrategie?

'Jedes Unternehmen hat einen bestimmten Level an Feindseligkeiten.' -

'Wenn dieser Level überschritten wird, macht sich dies als Mobbing bemerkbar.' -

'In stark hierarchischen Unternehmen ist Mobbing wesentlich stärker verbreitet.

'In den skandinavischen Unternehmenskulturen beobachten wir einen stark weiblichen Führungsstil, in den deutschsprachigen Ländern mehr die maskuline Kultur.' -

Typische Ursachen:
  • unklare Aufgabenbeschreibungen
  • Strukturkonflikte wegen mangelnder Ressourcen (z.B: PC)
  • Gruppenbonus führt zur Suche nach Sündenböcken
(Interview am 15.1.2007 ins Netz gestellt)



 
 
ORF2 Video zu Mobbing (Siemens)
 

ORF 2 am 25.9.2006: Video (89 MB!) über Mobbing
O-Text:
Der Begriff 'Mobbing' ist älter als man glauben möchte. Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat ihn bereits in den 60er Jahren geprägt. Er bezeichnete damit 'Gruppenangriffe von unterlegenen Tieren auf einen überlegenen Gegner. Im heutigen Sprachgebrauch meint man damit eine Mischung aus Schikanen, Intrigen und Psychoterror. Eine gefährliche Mischung. Ansehen des Videos - ACHTUNG LADEZEIT / 89 MB!!)

Bei SIEMENS dürfen daher Mitarbeiter anonym die Sozialkompetenz der Vorgesetzten beurteilen. Chefs müssen Mobbing unter Mitarbeitern verhindern, um Kosten zu sparen, heisst es.
'Es liegt auf der Hand, dass schlecht motivierte oder gar gemobbte Mitarbeiter nicht in der Lage sind, ihre Bestleistungen zu erbringen, wenn sie nicht gar Dienst nach Vorschrift bringen oder wenn sie nicht sogar länger abwesend sind.' (Gerhard Hirczi, Personalchef Siemens)
Video dazu - ACHTUNG LADEZEIT - 25 MB!)

 
 
Beispiele zu Mobbing
 
 
 
Symbolphoto Mobbing © dpa - Link zur Fallschilderung 'Ich werde noch heute jeden Tag bestraft...'-Ein Mobbing-Opfer erzählt:
Agnes Maybach weiß, was Mobbing am Arbeitsplatz bedeutet. Die Sozialarbeiterin aus Krefeld hat selbst jahrelang darunter gelitten. Die heute 68-Jährige schildert wdr.de ihre Erfahrungen.
'Ich war allein auf weiter Flur'. Seit 1973 war Agnes Maybach als Bewährungshelferin beim Landgericht Krefeld tätig. Jahrelang empfand sie das Betriebsklima harmonisch. Dann kamen Ende der 70er Jahre neue Kollegen in ihre Abteilung. Einer von ihnen wurde Koordinator. Agnes Maybach: 'Mit ihm fing das Mobbing an. Er stellte mich als t&puml;richt hin, nach dem Motto: 'Orientiert euch nicht an der'. Vielleicht lag es daran, dass ich als einzige angestellt war und etwas individueller als die Beamten um mich herum.' [mehr]
 
 
Literatur zu Mobbing
 
 
 
Artikel 'Was tun, wenn die Kollegen nerven?' von Jürgen Fritsche
 
Photo von Mag.Jürgen Fritsche, Arbeitspsychologe - Link zum Artikel 'Was tun, wenn die Kollegen nerven' Mag.Jürgen Fritsche, Arbeitspsychologe, beschreibt im Artikel 'Was tun, wenn die Kollegen nerven' verschiedene Streßsituationen am Arbeitsplatz. Er beschreibt die Folgen von Reizbarkeit über Mobbing bis zum Selbstmord, gibt aber auch zahlreiche Ratschläge und Literaturhinweise.
[Link zum Artikel 'Was tun, wenn die Kollegen nerven']
 

 

Vortrag von Christa Kolodej an der Meduni Wien

 
 
Artikel zu Mobbing im Trend
 
Logo der Zeitschrift TREND - Link zuArtikel über Mobbing 'Mobbing - die tägliche Schikane - kann Arbeitskollegen bis zum Selbstmord treiben. Unter vielen Beispielen und wissenschaftlichen Aussagen auch eine Beispielrechnung, wie teuer Mobbing den Unternehmen kommt.
Photo von Dr. Norbert Wohlmuth, Trainer und eingetragener Mediator Ein wichtiger Ratschlag von Dr. Norbert Wohlmuth, Trainer und eingetragener Mediator:

'Ein Konflikt muß immer ausgesprochen werden.'

Wohlmuth beschreibt in dem Artikel auch den Einfluß des Betriebsklimas auf das Mobbingsverhalten.
[zum Artikel über Mobbing]
 

 

Die Kultur der Angst
Was ist der schlimmste Fehler, den ein Manager machen kann? Ein Fehler, der jede Firma, jedes Projekt, und sogar einen kompletten Staat in den Untergang treibt?
Antwort: Eine “Kultur der Angst” aufzubauen. In der Kultur der Angst sitzt der Manager über seinen Untergebenen und betraft die Leute, die Fehler machen oder einfach nur anderer Meinung sind. Es gibt jedoch im Gegenzug keinerlei Lob für gute Arbeit und neue Ideen. Ziel dieses Verhaltens ist die Erhaltung der Macht. Die konkreten Ziele sind nicht mehr im Fokus, Wahrung der Verhältnisse ist wichtiger. Was passiert: Die Mitarbeiter kümmern sich nicht mehr darum, etwas gut zu machen oder gute Ergebnisse zu erzielen. Sie sorgen sich nur dafür, nichts falsch zu machen um nicht bestraft zu werden. Leider sind wir Menschen da wie Hunde: Wir wollen geliebt werden und nicht bestraft. Strafe vermeiden wir. Dumm nur, dass die Ergebniss dabei auf der Strecke bleiben. Diese Kultur hat wohl - neben vielen anderen Gründen - zum Untergang der DDR beigetragen. Die Bewohner hatten aus verständlichen Gründen kaum Interesse daran, sie Sache voranzutreibe. Besser, man macht keine offensichtlichen Fehler und kommt durch. Das Dramatische ist, dass diese Situation für den Manager super ist. Er ist Chef, hält seine Widersacher klein und festigt seine Macht. Das böse Erwachen kommt, wenn es zu spät ist. Die Projekt scheitern eines nach dem anderen, die Mitarbeiter verlassen fluchtartig die Firma und plötzlich steht man vor einem Trümmerhaufen - dann ist es zu spät.